auch: Nixe, Meerjungfrau, Muse der Totenklage | bis 300 Jahre | bevorzugt in Meernähe | Monarchische Höfe (7, einer pro Weltmeer) | Pescetarier (unterschiedlich je nach „Menschennähe“, größtenteils laktoseintolerant)
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Herkunft
Ursprünglich handelte es sich bei den heute mit ihrer schuppigen Flosse geschmückten Meeresbewohnern um besonders stark von den blauen Untiefen angetanen Wasserelfen. Je mehr Zeit verging, umso längere Abschnitte ihres Lebens verbrachten die eleganten, naturgebunden Wesen an allen möglichen Wasserquellen. Irgendwann tat die Evolution ihren Teil, und den Wasserelfen war es anschließend möglich, ihren Unterleib an den eines Fisches anzupassen. Im Laufe der Jahrhunderte verlernten sie dann beinahe komplett, sich wieder Beine wachsen zu lassen. Den Nachkommen dieser Elfen blieb die Zeugung anderer Unterarten im Anschluss versagt – es wurden keine Wald- oder Dunkelelfen in ihren Stämmen geboren – und es war ihnen nicht weiter möglich, sich mit anderen Fae fortzupflanzen.
Physische Merkmale
Am Auffälligsten ist wohl oder übel die mit schillernden Schuppen besetzte Schwanzflosse, welche an die eines langen Fisches erinnert. Bereits im Bauchbereich fangen die vielfarbigen Schuppen an, aus der weichen Haut der Wesen hervorzutreten, von wo aus sie sich über Hüften und die Länge des Körperbereiches ziehen, welcher früher einmal die Beine der Fae gewesen war. Weiblichen Sirenen wachsen die schützenden Schuppen auch über die Brüste; der Oberkörper der männlichen Artgenossen bleibt allerdings unbedeckt. Flossen-, Schuppen-, Haar- und Augenfarbe können je nach Stamm variieren.
Noch immer teilen sie die feinen Gesichtszüge ihrer nahen Verwandten, genau wie die scheinbar angeborene Eleganz, die sie bei jeder Bewegung an den Tag legen. Die Haut der Wesen scheint von innen heraus sanft zu leuchten, womit sie nicht selten selbst bei schwachem Mondlicht, welches auf ihrer Haut geradezu reflektiert zu werden schien, die Aufmerksamkeit der Seefahrer auf sich ziehen konnten.
In ihrer menschlichen Gestalt gleichen sie ihren Vorfahren deutlich weniger als den nichtmagischen Erdbewohnern. Ihre spitzen Ohren haben sie im Laufe der Jahrhunderte eingebüßt.
Viele Sirenen zieren sowohl Körper als auch Haar mit Schmuckstücken aus Muscheln, Steinen, Holzelementen und Unterwasserpflanzen.
Gesellschaftsstruktur
Die Gesellschaftsform der Sirenen sind monarchische Höfe, welche sich aus den Stämmen der Wasserelfen formten. Jedes Weltenmeer wird von einem Königspaar regiert, wobei es auch eigene Gebiete für Prinzen und Prinzessinnen, Fürst:innen, Herzog:innen und Graf:innen geben kann.
» König / Königin
Als absolute Herrscher über ihr Gebiet haben König und Königin in jeder Sache das letzte Wort. Sie treffen wichtige Entscheidungen für ihr Volk, und repräsentieren ihren Hof. Das Königspaar ist durch die Magie der Meere an ihr jeweiliges Gebiet gebunden und kann spüren, wie es der Natur in ihrem Land geht. Sie stellen die spirituelle Brücke zwischen ihrer Art und dem Meer dar, über welches sie herrschen.
» (Kron-)Prinz / Prinzessin
Sprösslinge, welche der Ehe des Königspaares entstammen, haben einen besonders feinen Sinn für ihre Umgebung, sowie eine tiefere Verbundenheit zu ihrem Meer als den Gebieten der anderen Höfe. Zu den Aufgaben der Prinzen und Prinzessinnen zählt unter anderem die Bekleidung des Botschafterpostens. Sofern sie dazu in der Lage sind, gehen die Adelskinder sogar an Land, um mit von ihrer Existenz wissenden Menschen oder anderen Übernatürlichen politische Bündnisse einzugehen. Es kommt nicht selten vor, dass die Kinder zur Stärkung solcher Bündnisse mit jenen eines anderen Hofes vermählt werden, oder über ihr eigenes Gebiet herrschen.
» Hohepriester / Hohepriesterinnen
Jene Sirenen, welche mit einem außerhalb der Königsfamilie selten vorkommenden, als auch außergewöhnlichen Feingefühl für ihr Meer gesegnet wurden, nehmen die Position der Hohepriester:in ihres Hofes ein. Sie führen diverse, hofstaats- und gebrauchsabhängige Rituale aus, welche die Verbindung ihres Volkes zu den Meeresbewohnen und dem Land stärken. Sie halten das Gleichgewicht der Natur und der Magie im Auge, und schützen ihre Meere. Auch gelten sie als spirituelle Berater:innen des regierenden Königspaars.
» Untertanen
Bewohner der Meere, welche keine besondere Rolle an ihrem jeweiligen Hof haben.
Eigenschaften & Fähigkeiten
Wie ihre an Land wandelnden Verwandten mit den spitzen Ohren sind auch die Sirenen mit außerordentlicher Intelligenz und messerscharfem Verstand bewaffnet. Zudem bewegen sie sich stets mit natürlicher Eleganz und Grazie, welche den sanften Bewegungen des Meeres gleichen, dem sie entstammen; obgleich diese in ihrer menschlichen Gestalt nicht ganz an die Anmut der an Land lebenden Elfen herankommen mag.
Den Fae sind sie neutral bis freundlich gesinnt – Menschen gegenüber, sowie allen anderen Wesen, welche keine Gestaltwandler sind, bleiben sie misstrauisch bis feindlich gestimmt. Generell bleiben sie lieber unter sich und dulden keine Eindringlinge in ihre Gebiete.
Die vollständige Verwandlung in einen Menschen gilt als besondere Gabe und ist kein allgemeines Talent, über welches jede Sirene verfügt! Man muss dafür eine natürliche Veranlagung besitzen, und mithilfe eines Mentors den relativ erschöpfenden, bis sogar schmerzhaften Prozess erlernen. Jedoch ist es wahrscheinlicher, dass Abkömmlinge jener Sirenen, welche über diese Fähigkeit verfügen, ebenfalls eine natürliche Veranlagung vorweisen.
Zwei von Zehn Sirenen können diese Verwandlung durchmachen – was allerdings nicht bedeutet, dass sie diese auch bis zum Schluss erlernen und einen Nutzen aus ihrem Talent ziehen.
Ähnlich den Wasserelfen und Wasserhexen fühlen sich Sirenen stets dem Meer hingezogen. Selbst in den verwinkeltsten Ecken der Welt wären sie dazu in der Lage, die nächstgelegene Wasserquelle zu erspüren.
Sirenen können Wasser bedingt kontrollieren – wozu dieses bereits in unmittelbarer Nähe vorhanden sein muss, es kann nicht einfach ‚aus dem Nichts entstehen‘ – und entweder in Form von der Erzeugung von Eiskristallen oder durch Erhitzung manipulieren.
Anders als Menschen können sie Salzwasser zu sich nehmen, ohne im Anschluss an Dehydration zu leiden.
Jede Sirene verfügt über eine übernatürlich verlockende Ausstrahlung, ganz gleich, wie sie äußerlich erscheinen mögen. Zudem haben sie eine einlullende Singstimme, welche schon viele Seemänner das Leben gekostet hat, weil sie unbedingt zur Quelle dieser Töne segeln mussten.
Begabte Sirenen können lernen, mithilfe ihrer Singstimme den natürlichen Heilungsprozess anderer Lebewesen zu beschleunigen – auf Kosten ihrer eigenen Kräfte. Oft verwandeln sich nach Anwendung dieser Fähigkeit an Land wandelnde Sirenen im Anschluss in ihre Fischgestalt zurück.
Sirenen können sich auch in ihrer Fischgestalt bis zu einer Stunde außerhalb des Wassers aufhalten; dann jedoch fangen sie an, langsam auszutrocknen.
Schwächen
Sirenen müssen sich stets in der Nähe des Wassers aufhalten. Sollte es sich um ein Individuum handeln, welches sich vollständig in einen Menschen wandeln kann, so können diese den Abstand zum Meer bis zu 48 Stunden lang vertragen. Danach beginnen sich feine Netze aus Salz auf ihrer Haut auszubreiten und sie auszutrocknen. In diesem Zustand können sie ihre Singstimme nicht nutzen. Das Wasser eines beliebigen Sees oder gar einer Badewanne reicht dabei nicht aus, um den Prozess zu stoppen – sie brauchen das Wasser ihres Heimatozeans. Jede Sirene, die an Land wandeln kann, trägt zu diesem Zwecke eine kleine Phiole mit der kostbaren, für sie lebensnotwendigen Flüssigkeit bei sich. Sollten sie diese verlieren, müssen sie sich sofort auf den Weg in ihr Heimatgebiet machen, da sie ansonsten austrocknen und sterben.
Die Nutzung ihrer Singstimme hat einen abhängig machenden Effekt auf die Sirene, wie das High einer eingenommenen Substanz. Mit steigender Nutzung der Singstimme kann es passieren, dass Sirene dadurch den Verstand verliert und verrückt wird.
In zunehmendem Alter werden Sirenen immer misstrauischer und gewaltbereiter, was eventuell mit dem Gebrauch ihrer Singstimme zusammenhängt.
In ihrer menschlichen Gestalt sind Sirenen in ihrer Fähigkeit, das Wasser und die Lebewesen der Meere zu spüren, eingeschränkt.
Sollten sich Sirenen in dieser Gestalt ihren Gefühlen hingeben, erscheinen manchmal kleine Bereiche auf ihrer Haut, zwischen drei mal drei und zehn mal zehn Zentimetern groß, in denen sich wenige ihrer Schuppen durch die Haut bohren und sie als Meeresbewohner verraten könnten.
Da Sirenen sich erst seit einigen Jahrhunderten etwas regelmäßiger an Land bewegen, sind die meisten von ihnen die Nahrung der Menschen nicht gewohnt. Lebensmittel mit viel Zucker, künstlichen Stoffen oder Laktose bekommen ihnen nicht und führen zu Verdauungsproblemen und Energieverlust.
Fortpflanzung
Sirenen pflanzen sich wie lebendgebärende Fische mithilfe einer umgebildeten Afterflosse fort – allerdings wird bei ihnen nur ein Kind, selten Zwillinge, geboren, und das nach 6 Monaten Tragezeit.
Glauben
Sirenen sehen sich selbst als die Wächter der Meere an. Die tiefe Verbundenheit zum Land besitzen sie zwar nicht mehr, doch wurde diese durch jene zu den Ozeanen und all ihren Lebewesen ersetzt. Sie führen regelmäßige Rituale durch, um das Meer und seine Magie zu nähren und zu stärken, und ihr Volk gesund zu halten. Der natürliche Lauf der Dinge ist ihnen heilig, weswegen ihnen die Menschen mit ihrer ständigen Einmischerei und ihrem technischen Krimskrams ein Dorn im Auge sind.